Werden wir von Idioten regiert ??
Werden wir von Idioten regiert ??
Winsen -
Anfang 1998 reiste Hussein K. mit seinem libanesischen Reisepass und einem Touristenvisum nach Deutschland. Hier angekommen, meldete sich der 27-Jährige bei der Ausländerbehörde in Winsen und beantragte Asyl. Seinen Pass legte er nicht vor. Vielmehr gab Hussein K. einen falschen Namen an. Seine Staatsangehörigkeit sei ungeklärt, behauptete der Libanese. “Als ich nach Deutschland kam, hörte ich von Freunden, dass fast alle einen falschen Namen bei der Behörde angeben. Deswegen habe ich das auch gemacht”, sagte der junge Mann dem Richter des Winsener Amtsgerichtes, Rolf Fuhlendorf. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn Anklage wegen Verstoßes gegen das Ausländergesetz und wegen illegalen Aufenthaltes erhoben.
Vier Jahre lang kassierte K. Sozialhilfe. Und obwohl den Mitarbeitern der Winsener Ausländerbehörde die Sache komisch vorkam, nachweisen konnte man Hussein K. nicht, dass er einen falschen Namen benutzt hatte. Ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde: “Das war eine zeitlang gängige Praxis unter den Leuten, sich bei uns mit einer falschen Identität zu melden. Und uns fällt es sehr schwer so ein Vergehen nachzuweisen.” Inzwischen arbeitet die Winsener Ausländerbehörde mit einem zweiköpfigen Ermittlungsteam, das solchen Fällen nach geht.
Der Asylantrag von Hussein K. wurde abgelehnt. Er blieb in Deutschland. Eines Tages erschien er mit seinem richtigen Pass im Büro seines Sachbearbeiters und zeigte sich selbst an. Er erklärte, er wolle heiraten. Dazu brauche er die nötigen Papiere. Hussein K. heiratete eine Deutsche. Der Staatsanwalt forderte in seinem Antrag eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung. Die Bewährungszeit, forderte er, solle auf drei Jahre festgesetzt werden. Für den Angeklagten spreche sein Geständnis. Gegen ihn spreche die geraume Zeitspanne, in der er die Behörden mit dem falschen Namen hinters Licht geführt und Sozialleistungen kassiert hatte. Der Verteidiger forderte eine Geldstrafe. Richter Fuhlendorfs Urteil: fünf Monate zur Bewährung.
http://www.abendblatt.de/daten/2003/01/11/112318.html
Zitat Hussein K. :
“Als ich nach Deutschland kam, hörte ich von Freunden, dass fast alle einen falschen Namen bei der Behörde angeben. Deswegen habe ich das auch gemacht”,
Ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde:
“Das war eine zeitlang gängige Praxis unter den Leuten, sich bei uns mit einer falschen Identität zu melden. Und uns fällt es sehr schwer so ein Vergehen nachzuweisen.”
Werden wir von Idioten regiert ??
Felix
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