Die Zahl der nicht schulfähigen Kinder in Berlin steigt
Allein in Kreuzberg ist ein Drittel der Fünf- und Sechsjährigen noch nicht reif für die 1. Klasse. Besonders Kinder mit Migrationshintergrund haben Defizite. Eingeschult werden sie trotzdem.
Dietrich Delekat, Leiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes in Kreuzberg :
“Weißt du denn, wo du wohnst?”, fragt er den Jungen. Yassin schüttelt den Kopf. Delekat vermerkt wieder etwas auf einem Zettel. “Und was ist das?”, fragt er den Jungen dann und zeigt auf ein Bild mit einem Stapel Bücher. Yassin schaut einen Moment hin, dann zuckt er mit den Schultern und schweigt. Dietrich Delekat schreibt noch einmal eine “0″. “Wahrscheinlich hat Yassin noch
nicht oft einen Stift in der Hand gehabt”, sagt Delekat, “seine Deutschkenntnisse sind nur rudimentär”.
In der Kita war er nur die vergangenen zehn Monate, er hat sieben Geschwister und zu Hause wird Arabisch gesprochen. Seine Eltern haben keinen Schulabschluss, sind arbeitslos.
Delekat hat herausgefunden, dass insgesamt 53 Prozent der Kreuzberger der Unterschicht – also der bildungsfernen – angehören.
Bei den Türken hingegen zählen 77 Prozent zur Unterschicht und nur 5 Prozent zur Oberschicht
Zitat/Auszug
Donnerstag, 19. Juni 2008 04:00
http://morgenpost.berlin1.de/berlin/article571890.html
Nicht das Bildungssystem ist eine Katastrophe sondern die vielen nicht schulfähigen Kinder. Da sie aber trotzdem in eine normale Grundschule eingeschult werden müssen schulfähige Kinder darunter leiden. Die nichtschulfähigen Kinder gehören auf eine Hilfsschule.
Felix
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